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Allgemeines zur Feuerwehr



Wissenswertes zur Feuerwehr

Vorwort: Aufbau des Löschwesens in Deutschland

Die Organisation des öffentlichen Löschwesens und die gesetzliche Regelung von Brandschutzmaßnahmen wird angesichts der Bevölkerungsexplosion in den Großstädten die Aufgabe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die erste militärisch organisierte Feuerwehr in Deutschland wurde 1846 in Durach bei Karlsruhe gebildet. Bis Ende des Jahrhunderts erhält in Deutschland jede Stadt und in Süddeutschland auch fast jedes Dorf Pflicht- oder freiwillige Feuerwehren. In den Großstädten finden sich fast ausnahmslos Berufsfeuerwehren.

Gründung der Feuerwehren in einigen Orten:

  • Berlin 1851
  • Stuttgart 1852
  • Chemnitz 1854
  • Nürnberg 1854
  • Leipzig 1865
  • München 1866
  • Dresden 1868
  • Bremen 1871
  • Düsseldorf 1872
  • Hamburg 1872
  • Magdeburg 1874
  • Frankfurt/M. 1874
  • Altona 1890
  • Hannover 1892

Durch eine Anweisung des Landrats mussten alle Gemeinden die noch keine eigene Wehr hatten eine Pflichtfeuerwehr aufstellen. Für Schleeßel war es am 03. Feb. 1902 soweit. Unsere Pflichtfeuerwehr bestand aus 25 Mann. Ihr Brandmeister wurde Johann Dierks. Angeordnet und abgesegnet vom Gemeinderat.

Es gab in Schleeßel auch vorher eine Feuerschutztruppe. In Zusammenkünften mit den umliegenden Gemeinden wurde 1860 schon die Anschaffung bzw. Ersetzen von Feuerlöschpumpen beschlossen. Auch waren Feuerteiche angelegt die das nötige Löschwasser speicherten. Rechnungen über Löschgeräte bestätigen solche Schutztruppen. Aufzeichnungen über Stärke, Führung usw. sind leider nicht mehr vorhanden. Dass diese Truppe um 1900 nicht mehr bestand, kann durch die Aufstellung einer Pflichtwehr angenommen werden. Diese Pflichtwehr bestand mehr oder weniger bis 1949. In der Zeit der Weltkriege wurden auch die nicht wehrfähigen Einwohner angehalten für den Feuerschutz zu sorgen.

Am 17.Juni 1949 wurde nach längeren Vorarbeiten unsere noch tätige Freiwillige Feuerwehr Schleeßel gegründet. Als erster Brandmeister wurde vom Gemeinderat unserer Gemeinde Wilhelm Fährmann benannt. Er bekam das Amt auf Grund seiner Verdienste die er beim Aufbau der Wehr nach dem Kriege und in der Vorbereitungsphase geleistet hatte. Mit der Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr nahmen 18 Mann ihren Dienst auf.

Ein Spritzenhaus war ebenso wie eine Motorspritze vorhanden. Schläuche wurden durch eine freiwillige Umlage in der Gemeinde angeschafft. Ein Turm zum Trocknen der Schläuche wurde 1952 gebaut.

Da der Diensteifer der Feuerwehrleute nicht besonders gut war, musste der Brandmeister in den folgenden Jahren, lt. Ratsbeschluss, alle tauglichen Männer auffordern in die Feuerwehr einzutreten.

In den nächsten Jahren wurden verschiedene Hydranten zur Verbesserung des Brandschutzes gebaut. Bis 1960 bei einem Großbrand leistete die alte Motorpumpe ihren Dienst. Diesen Dauereinsatz unter voller Leistung überstand sie nicht. Die daraufhin angeschaffte Pumpe TS 8/8 mit VW-Motor hat ihre Arbeit bis zum 22.Juni 1999 verrichten müssen ehe sie in den Ruhestand ging. Ersatz war eine TS 8/8 von Iveco/Magirus mit Fiat-Motor.

Gegen Ende des Jahres 1961 musste das alte Gerätehaus wegen Baufälligkeit geräumt werden. Der Anhänger mit der Spritze wurde in der Kartoffelscheune des damaligen Brandmeisters Johann Hoops zur Miete untergestellt. Das alte Gerätehaus wurde von Karl Dierks gekauft und abgerissen. In den nächsten Jahren diente als neues Domizil ein Gebäude an der Schule das 1950 als Hühnerstall mit Torf – und Holzlager gebaut worden war. Einige Umbauten waren natürlich nötig. Umbau zwei und Erweiterung erfolgte 1969. Im selben Jahr erfolgte auch die Anschaffung unseres noch im Dienst befindlichen TSF, VW-Bus.

Tragkraftspritzenfahrzeug TSF 8/8

Tragkraftspritzenfahrzeug TSF 8/8

Die Gebietsreform 1974 mit Gründung der Samtgemeinde Sottrum und den Verlust der Eigenständigkeit von Schleeßel und Platenhof als politische Gemeinde, brachte für die Feuerwehr auch einen neuen Dienstherren, nämlich die Samtgemeinde Sottrum.

Der Umbau Nr. 3 wurde im Jahre 1985 durchgeführt. Nötig geworden war eine Verbreiterung der Fahrzeughalle und die komplette Dachsanierung. Außerdem wurde ein kleiner Kameradschaftsraum mit vorgesehen.

Der Um- bzw. Anbau Nr. 4 stand 1999 am Gerätehaus an. Es wurden endlich Toiletten eingebaut und die Feuerwehr konnte ihre Veranstaltungen in den eigenen Räumen durchführen. In früheren Jahren fanden die Veranstaltungen in der örtlichen Gaststätte statt. Mangels Gäste wurde ihr Betrieb aber immer unrentabler und der Wirt schloss das Lokal in den 90er Jahren. Die Einweihung des Erweiterungsbaus fand schließlich am 09. Dezember 2000 statt.

Das Feuerwehrhaus nach dem letzten Umbau

Das Feuerwehrhaus nach dem letzten Umbau

Bei den Feierlichkeiten wurden besonders der hohe Anteil der Eigenleistungen und der hohe Einsatz unseres Orts- und Gemeindebrandmeisters a.D. Horst Holzenleiter herausgestellt. Dieser wiederum schenkte der Feuerwehr ein von ihm erstelltes Gemälde, welches das alte Feuerwehrhaus bis zum Jahre 1963 zeigt.

Altes Feuerwehrhaus bis 1963

Altes Feuerwehrhaus bis 1963

Ein neues Fahrzeug für den in die Jahre gekommenen TSF VW- Bus wurde im Februar 2003 an unsere Wehr übergeben. Das VW-TSF-K mit mit einem Magirus-Kofferaufbau verfügt über 6 Sitzplätze.

Auch hat die Feuerwehr in den letzten Jahren an Attraktivität zugenommen und wird bei der Jugend akzeptiert. Am 03 Oktober 2001 wurde daraufhin mit den Ortswehren Clüversborstel, Taaken und Reeßum eine Jugendfeuerwehrgruppe gegründet. Es üben nun auch 11 Mädchen und 15 Jungen abwechselnd in den Orten.

Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Schleeßel

  • Wilhelm Fährmann 06.1949 – 06.1957
  • Johann Hops 06.1957 – 05.1962
  • Herbert Hops 05.1962 – 12.1962
  • Wolfgang Kaufmann 12.1962 – 08.1963
  • Horst Holzenleiter 09.1963 – 03.1984
  • Johann-Wilhelm Hops 04.1984 – 02.1993
  • Manfred Hops 03.1993 – 05.1999
  • Jürgen Meyer 05.1999 -

Das aktuelle Kommando setzt sich wie folgt zusammen:

  • Ortsbrandmeister Jürgen Meyer
  • Stellvertretener Ortsbrandmeister Cord Hops
  • Gruppenführer Manfred Hops
  • Gerätewart Ralf Bruns
  • Schriftführer Hartmut Lienhop
  • Kassenwart Marco Bruns

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